Unsere Geschichte

Als im Jahre 1890 in Amerika dem Engländer James Gibbs die Entdeckung des Cellu­loidballes gelang, kam der Durchbruch des Tischtennis-Sports. Zusammen mit dem Holzschläger ergab sich der Ping-Pong-Klang, daher auch lange Zeit der zweite Name dieses Sports. Beide Materialien - Holz und Celluloid - sind auch heute noch Basisstoffe des Tischtennissports. Geschichtlich wurde Tischtennis schon früh erwähnt. Von England kommend breitete sich das neue Spiel Anfang des 20. Jahrhunderts immer mehr auf dem europäischen Kontinent aus. Vornehmlich wurde „Ping-Pong" in Cafehäusern von gut situierten Damen und Herren im Abendkleid und Frack den staunenden Gästen, als Unterhaltung, dargeboten. Immer mehr Interessenten fanden Zulauf zu diesem neuen Spiel, so dass Gründung von Vereinen und Verbänden nicht ausblieben. 1925 wurde der Deutsche Tischtennisbund ins Leben gerufen, dem sich einige Vereine in verschiedenen Städten Deutschlands anschlossen.

 

Der Anfang  

So geschehen auch im Jahre 1930, als sich ein Nest voll junger Sportler anschickte, die sich ausbreitende neue, moderne Sportart Tischtennis in Neckarsulm populär zu machen. Karl Angstenberger, Walter Schürle, Willi Emerich, Alfred Donant, Hans und Erich Waibel sowie Max Rummel, "die Sieben Schwaben", hoben den neuen TTC Blau-Schwarz Neckarsulm aus der Taufe. Das Spiel- und Trainingslokal war die "Hölle" im Gasthof Prinz Carl, ein kleines enges Nebenzimmer. Später stießen noch Maria Angstenberger, unsere erste württembergische Einzelmeisterin, Dr. Hans Kohler und Otto Keitel dazu.

 

​1930-1945 Erste große Erfolge und Bewältigung schwieriger Kriegsjahre

 

Erster Abteilungsleiter des neu gegründeten Blau-Schwarz Neckarsulm war Karl Angstenberger. Zusammen mit der PSV Stuttgart, den Stuttgarter Kickers und des TTC 1930 Heilbronn waren sie der oder die ersten Vereine, die in Württemberg den Tischtennissport begründeten. Die Kleidung war nun nicht mehr so pompös wie in den zwanziger Jahren. Man trug bereits Turnschuhe und trainierte regelmäßig das Schmettern. So blieben auch die Erfolge nicht aus.

1934 im Februar wurden die ersten Württembergischen Meisterschaften in Stuttgart­Botnang ausgetragen und brachten für die Neckarsulmerin Maria Emerich­ Angstenberger den ersten großen Erfolg - die württembergische Meisterschaft im Damen Einzel.

 

1935 gewannen die Geschwister Maria und Willi Emerich die württembergische Meis­terschaft im Gemischten Doppel in der Dammschule in Heilbronn.

 

1938 konnte sich der erste Neckarsulmer Jugendliche Willi Veit mit dem Gewinn der Würt­tembergischen Meisterschaft im Jungen-Doppel, zusammen mit dem Heilbronner Hans Weilbacher, in die Annalen des Württembergischen Verbandes eintragen. Austragungsort war der Löwensaal in Neckarsulm.

 

Ab 1935 übernahm Willi Emerich die Abteilung von Karl Angstenberger. Selbst noch einer der Besten, wurde er 1937 als 4. der württembergischen Jahresrangliste aufgeführt. Mit dem Kriegsbeginn kam für Willi Emerich eine schwierige Zeit. Nicht nur, dass er seine rechte Hand im Krieg verlor, auch war es durch den Einzug seiner Sportkameraden zum Militär kaum mehr möglich, einen geregelten Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. 1944 kam dann dieser ganz zum Erliegen.

 

1946-1960 Aufbau und erfolgreichste Zeiten als SV Neckarsulm

Die zweiten 15 Jahre waren geprägt vom Aufbau. Willi Emerich – unser späterer Ehrenvorsitzender – brachte die Abteilung mit den vom Kriege heimgekehrten Tischtennis-kameraden wieder in Schwung und gab die entscheidenden Impulse. Dazu kam, dass der Verein Blau-Schwarz durch den Zusammenschluss aus mehreren Vereinen 1946 in die Sportvereinigung Neckarsulm integriert wurde.

Es begann ein erfolgreicher Neubeginn. In dieser Zeit wurde nicht nur sehr viel Tischtennis gespielt, sondern es wurden auch viele Feste gefeiert, meistens verbunden mit sportlichen Begegnungen. Dies schweißte die Tischtennis-Familie immer mehr zusammen, so dass die sportlichen Erfolge nicht aus­blieben. Neben den Damen Irmgard Süpple, Gerdi Kaltenbach, Elsbeth Waizmann, Ruth Schieber, Hilde Chardon, Anita Nusser, Edith Klenk und Elfriede Krämer, die bereits in der höchsten württembergischen Liga spielten, stiegen die Herren 1950 ebenfalls in die Württembergische Oberliga auf.

Von 1951 – 1960 lenkte Willi Veit die Abteilungsgeschicke. Unter seiner Ära, die mit dem Einzug in die Urbanturnhalle begann, gab es den erfolgreichsten Tischtennissport in Neckarsulm, allen voran unsere 1. Herrenmannschaft, die in dieser Zeit 6 Württembergi­sche Mannschaftsmeisterschaften, 4 Württembergische Pokalmeisterschaften, 1 Süddeutsche Mannschaftsmeisterschaft sowie einen 4. Platz (ungeschlagen) bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften für die SV Neckarsulm erreichten. Hauptleistungsträger waren die Württembergischen Jugend-Einzelmeister von 1950. Gerhard Werz, und 1951, Heinz Harst, die nach ihrer Jugendzeit die alte Württembergi­sche Garde ablösten. Zusammen erreichten sie 7 Württembergische Meisterschaften im Herren-Doppel und waren 2 x Bronzemedaillengewinner bei den Deutschen Meisterschaften. Heinz Harst gelang darüber hinaus 1959 nicht nur die württembergische Einzelmeisterschaft, sondern auch noch die Vizemeisterschaft im Herren-Einzel bei den Deutschen Meisterschaften in Donaueschingen.

 

1960-1975 Stagnation und steiler Aufstieg über Jugend zum Erfolg

1960: Ernst Kreis, der die Geschicke der Abteilung lenkte, die er von Willi Veit über­nahm, musste eine Krisenzeit bewältigen. Durch den Weggang von Heinz Harst nach Stuttgart  musste eine schwierige Talsohle mit Hilfe der ver­bliebenen Abteilungsmitglieder überwunden werden – und sie wurde gemeistert.

Als dann 1965 Heinz Harst zusammen mit seiner Frau Inge wieder nach Neckarsulm kam, und Erich Stumme 1966 Abteilungsleiter wurde – ein hervorragender Förderer nicht nur der oberen, sondern auch der unteren Mannschaften –vergrößerte sich die Abteilung nach und nach.

1970: Mit der 1. Tischtennis-Fördergruppe Württembergs wurde die schon zielstrebig begonnene Jugendarbeit noch mehr forciert, die in dem 1. Stützpunkt des Verbandes 1972 eine Fortsetzung fand.

Leider musste unsere Abteilung im Jahre 1971 mit dem Unfalltod von Erich Stumme einen weiteren Schicksalsschlag hinnehmen. Nun nahm der langjährige Stellvertreter Gerhard Werz das Abteilungsruder in die Hand und lenkte das Abteilungsschiff über 30 Jahre.

1975-1990 Jugenderfolge auf allen Ebenen und Gründung der 2. Weg-Gruppe

Es würde viele Seiten in Anspruch nehmen, wenn die Erfolge der Jugend und der Akti­ven im Einzel- und Mannschaftssport in dieser Zeitspanne alle textlich erwähnt würden. herausragend, die Jungen- und Mädchenerfolge mit vielen Württembergischen und Süddeutschen Mannschaftsmeisterschaften, sowie die Süddeutsche Einzelmeisterschaft von Klaus Werz 1982 in Buchen und die Württembergische Einzelmeisterschaft von Susanne Harst-Gumbrecht 1990 in Nagold. Der Aufstieg der 1. Damenmannschaft im Jahre 1980 in die 2. Bundesliga und der Herren in die Süddeutsche Oberliga waren die Folge einer hervorragenden Arbeit und Entwicklung in unserer Abteilung.

1980 aus der Taufe gehoben wurde unsere 2. Weg-Gruppe. Hier fanden Senioren und begeisterte Hobbyspieler, die nicht an den Mannschaftswettbewerben teilnahmen, in der damaligen Neubergturnhalle ihren Platz. Mit den Jahren bildete diese Gruppe unter dem "Präsidenten" Helmut Köhler eine feste Größe in der Abteilung und fand immer mehr Zulauf. Neben dem Training stand dabei auch stets das anschließende gesellige Miteinander im Fokus.

 

1991-2005 Größte Abteilung in BaWü / Grünes Band für hervorragende Jugendarbeit

Die letzte der 5 Epochen der 75-jährigen Neckarsulmer Tischtennis-Geschichte war von einem ordentlichen Schub der Mannschaften, vor allem aber der Mitgliederzahlen geprägt. 1991 mit 21 Mannschaften und 135 Mitgliedern, vergrößerte sich die Abteilung auf 25 Mannschaften und 284 Mitgliedern. Nach wie vor seit den 80er Jahren sind wir bis dato die größte Tischtennis-Abteilung in Baden-Württemberg.

In diese Zeit fallen die größten Erfolge unserer Jugendlichen - vom Bezirk ange­fangen - bis zu den nationalen und internationalen Meisterschaften. Während unsere Abteilung im Bezirk jahrelang mit den größten Teilnehmerzahlen aufwartete, die Titel und Plätze nur so sammelte und die erste Geige spielte, haben sich unsere Spitzen-Jugendlichen - sowohl bei den Mädchen als auch bei den Jungen - auf Landes- und nationaler Ebene bis hin zu den "Euros" erfolgreich durchgesetzt. Erwähnt seien hier im Besonderen die Deutschen Meisterschaften von Sandra Stroezel 1992 im Mädchen‑ und Mixed-Doppel, von Daniel Horlacher 1994 und 1997 im Junioren-Mixed, von Gabriel Stephan 1999 im Jungen-Doppel sowie von Fulya Özler 2002 im Schülerinnen-Doppel. Als Krönung kam für sie die Bronzemedaille im Schülerinnen-Einzel bei den Europameisterschaften in Moskau hinzu. Als Lohn gab es eine Reise nach China zum Schüler-Erdteilkampf Asien – Europa. Der Grundstein für die erfolgreiche Jugendarbeit legte die 1970 von Heinz und Inge Harst gegründete Fördergruppe, die 1995 ihr 25jähriges Bestehen „feierte“. Für die gelungene Jugendarbeit, deren Aufbau und die daraus resultierenden Erfolge unserer Jugendlichen wurde der Abteilung im Jahr 2002 das „Grüne Band“ des DOSB verliehen.

Im Jahr 1993 gelang unserer 1. Damen- als auch unserer 1. Herrenmannschaft mit dem gleichzeitigen Gewinn des Württembergischen Pokals das seltene Kunststück eines württembergischen Vereins. Darüber hinaus holten die Herren noch den Süddeutschen Pokal und stiegen als Regionalligameister in die 2. Bundesliga auf. Die 1. Damenmannschaft spielte mittlerweile 15 Jahre in Folge in der 2. Bundesliga. Unsere Herrenmannschaft beteiligte sich – mit wechselndem Erfolg – in diesem und den nächsten Jahren am Intercup. Dabei waren sie von der Atlantikküste bis Polen, Tschechien, Ungarn und Österreich unterwegs. Bis zu 60.000 km kommen da schon mal in einer Saison zusammen.

In diese Zeit fällt die Eröffnung der Ballei – Schmuckstück der Stadt Neckarsulm - als eine ideale Veranstaltungsstätte, die von unserer Abteilung nicht nur zum Training, sondern vor allen Dingen für den gesamten Punktspielbetrieb, für größere sportliche Veranstaltungen sowie Festlichkeiten in Anspruch genommen wird. Es gibt wenige Austragungsstätten in Deutschland für Tischtennis-Veranstaltungen, die so prädestiniert sind, wie die Ballei. Erwähnt seien dabei bislang dabei die beiden Tischtennis-Bundesranglisten-Turniere und die Jubiläumsveranstaltungen zum 50. und 60. Geburtstag der Tischtennisabteilung.

Im Jahr 1999 gab es für unsere Abteilung ein Festival bei den Baden-Württembergischen Einzelmeisterschaften der Aktiven in Dietlingen. Hier belegten Daniel Horlacher, Gabriel Stephan und Marc Friebe im Herren-Einzel die Plätze 1, 2 und 3, dazu gelang Daniel Horlacher/Gabriel Stephan Platz 1 im Herren-Doppel sowie Eva Zschau/Marc Friebe Platz 1 im Mixed-Doppel und Sandra Stroezel/Daniel Horlacher die Vizemeisterschaft.

2001 gab es mit der Einführung des 40mm-Balles und der neuen Zählweise von bisher 21 Punkten zum Satzende auf nunmehr 11 Punkte einen „sportlichen“ Umbruch in der Tisch- tenniswelt und natürlich auch für uns.

Auszeichnungen für die Sportlerinnen und Sportler unserer Abteilung belegen dabei weierhin den kontinuierlichen Aufwärtstrend und den eingeschlagenen Erfolgsweg. Besondere Auszeichnungen gab es zudem noch durch die Überreichung des Fairness-Pokals anlässlich der Württembergischen Meisterschaften 1992 an Klaus Werz und 1993 Susanne Harst, die Schiedsrichterentscheidungen zu ihren Ungunsten korrigierten. Desweiteren wurden 1991 Susanne Harst und Klaus Werz, 2002 Fulya Özler und 2003 Daniel Horlacher als Neckarsulmer Sportler des Jahres gewählt.

Weitere außergewöhnliche Ehrungen gab es 2004 für Susanne Gumbrecht für ihre 20. Saison in der 1. Damenmannschaft sowie Klaus Werz für seine 30. Saison in der 1. Herrenmannschaft.

Ebenfalls in dieses Jahr fällt die Überreichung der Ehrenmedaille der Stadt Neckarsulm an Heinz Harst anlässlich seines 70. Geburtstages.

Das Jahr 2005 endet mit der Austragung der Süddeutschen Einzelmeisterschaften der Aktiven und der großen Jubiläumsveranstaltung „75 Jahre Tischtennis in Neckarsulm“ in der Ballei.

 

2006 bis 2021 Stabübergabe an Sabine Aschenbrenner und Fusion SV und Spfr. / besondere Ehrungen, Auszeichnungen und Erfolge / Weltmeistertitel

 

Überflieger und Aushängeschild in der Jugend ist weiterhin die 1. Mädchenmannschaft, die sich von Erfolg zu Erfolg spielt und die Abteilung im Unterland, in Württemberg und in Deutschland herausragend präsentiert.

Demgegenüber steht im Seniorenbereich der erstmalige Weltmeistertitel im Herrendoppel für Klaus Krüger in der Seniorenklasse AK 70 im Jahr 2006 sowie10 Jahre später noch der Weltmeistertitel im Einzel in der AK 80, der seine bisherigen Erfolge krönte.

Unsere Abteilung bietet weiterhin für Jung und Alt, Leistungs-, Breiten- und Hobbysport das passende Angebot. Diese Vielfältigkeit der großen Tischtennisfamilie basiert auf einer mehr als 30jährigen richtungsweisenden und aktiven Vereinsführung von Gerhard Werz als Abteilungsleiter und Heinz Harst als sportlicher Chef, die stets Kontinuität ausstrahlt.

Der Leistungssport ist war und ist immer ein wichtiges Element in unserem Verein, aber mit einer großen Breite an Mannschaftsmeldungen in allen Klassen und deren Betreuung, der Ausrichtung von Familienturnieren, den Weihnachts- und Abschlussfeiern, Abteilungs-ausflügen sowie der aktiven 2.Weg-Gruppe mit unseren Hobbyspielern sind wir in unserem Vereinsleben auch im Breitensport gut aufgestellt. 

 

Im Jahr 2008 kommt es an der Hauptversammlung zu einem Wechsel an der Führungs- spitze. Am 23.04. übergibt Gerhard Werz nach 38 Jahren als Abteilungsleiter den Stab an seine bisherige Stellvertreterin Sabine Aschenbrenner.

Noch während seiner Ära gab es bereits im Jahr 2000 erste Gespräche von Seiten der SV Neckarsulm als Gesamtverein, mit den Sportfreunden Neckarsulm zu fusionieren, die  aufgrund der damaligen Vorbehalte jedoch abgelehnt wurde und deshalb weitere Gespräche zunächst nicht  mehr aufgenommen wurden. Erst Ende 2008 ging man das Thema erneut an und konkretisierte die Gespräche.

 

Zum 01.01.2009 wurde die Fusion vollzogen und nunmehr trat man nicht mehr unter SV Neckarsulm sondern als Neckarsulmer Sport-Union und mit neuem Logo an. Dabei war der Beginn der beiden Tischtennisabteilungen sehr holprig. Aufgrund der über Jahrzehnte  konträren Ausrichtungen und der teilweise bestehenden „Rivalität“ (wo und wann auch immer diese in den Jahrzehnten davor entstand) einigte man sich deshalb nach mehrmaligen Verhandlungen auf teilweise getrennte und eigenständig agierende Abteilungen, deren Frist gemäß Verschmelzungsvertrag auf 5 Jahre festgelegt wurde. In dieser Zeit gab es auch noch jeweils eigene Führungsgremien und eigene Konten. Im Bezirk und im Verband repräsentierte man die Neckarsulmer Tischtennisabteilung  nach außen jedoch durch einheitliche Trikots und dem neuen Vereinsnamen. 

 

Im Jahr 2009 besteht der Schüler-Bezirkskader in Neckarsulm, wo 1 x wöchentlich die besten U15-Spielerinnen und Spieler des Bezirks Heilbronn gefördert werden, seit nunmehr 10 Jahren.

 

In den Jahren 2009, 2010 und 2011 stellt unsere Abteilung 3 x nacheinander die BaWü- Meisterin bei den Damen sowie auch später nochmals in den Jahren 2014 und 2019.

 

Im Jahr 2010 wird erstmals von der Stadt Neckarsulm bei der Sportlerehrung neben dem Einzelsport auch eine Mannschaft des Jahres ausgezeichnet. Diese Ehrung kommt unserer 1. Damenmannschaft aufgrund ihres Aufstieges in die 2. Bundesliga zuteil. Eine weitere besondere Ehrung erhält dabei auch Klaus Werz bei den Männern, der für seine über Jahrzehnte andauernden Erfolge, für sein Traineramt und ehrenamtlichen Tätigkei- ten zum Sportler des Jahres gewählt wird.

Beim Ehrenamtspreis der Stadt Neckarsulm werden 2011 Gerhard Werz und Heinz Harst für ihren langjährigen Einsatz für die Abteilung geehrt.

 

Erstmals fand unter der Regie von Sabine Aschenbrenner mit der Austragung der Deutschen Jugendmeisterschaften 2012, wieder eine Tischtennis-Großveranstaltung in Neckarsulm statt. Ein Kraftakt, der alle Mitglieder forderte und bei der sich die Abteilung erneut als hervorragender Ausrichter nationaler Wettkämpfe bewies. Der Gewinn der Silbermedaille im Doppel von Lokalmatadorin Lisa Mayer war dabei noch ein weiteres I-Tüpfelchen.

 

2014 war dann das Jahr der Verschmelzung der beiden Tischtennisabteilungen, die am 28.04. in einer gemeinsamen Hauptversammlung im Saalbau der Gaststätte Hitzfelder vollzogen wurde. Laut Günter Weishäupl (Abteilungsleiter der Sportfreunde) war es keine „Liebesheirat“, aber man hatte sich mittlerweile aneinander gewöhnt und angenähert. Zum letzten Mal gab es getrennte Jahres-, Kassen- und Kassenprüfungsberichte. Die neue Abteilungsleitung setzte sich aus der früheren SV-Riege zusammen und in den Ausschuss traten 2 frühere Spfr.-Funktionäre sowie auch eine Kassenprüferin.

Heinz Harst wurde dabei nach 47 Jahren als Technischer Leiter und seine Frau Inge für ihre 47jährige Mitarbeit im Ausschuss verabschiedet und zu Ehrenmitgliedern ernannt. Es fand eine Beitragsanpassung statt und der komplette Spielbetrieb wurde zusammen-gefasst. Man startete mit insgesamt 26 Mannschaften (17 Aktive, 9 Jugendmannschaften) in die Saison 2014/15. Heute sind die damaligen kleinen „Problemchen“ kein Thema mehr.

 

Ebenfalls im Jahr 2014, genauer gesagt am 11.07.2014, wurde der Jugend-Förderverein unter dem Vorsitz von Inge Harst gegründet. Ein motiviertes Team kümmert sich seitdem um die finanzielle Unterstützung unserer Jugendlichen bei Jugendfreizeiten, Übernahme von Startgeldern, Übernachtungen, Fahrtkosten und bei Zuschüssen für die Jugend-trainer.

Eine ganz besondere Unterstützung gab es für die Jugendlichen zur Saison 2018/19, wo der Förderverein alle Jugendlichen mit kompletter Bekleidung für ein einheitliches Auftreten ausstattete

 

Aktiv waren wir im Jugendbereich seit 2014 durch die Ausrichtung des Schul-Team-Cups, den wir 3 Jahre hintereinander in Kooperation mit dem TTVWH sowie vor Ort mit dem Schulamt Heilbronn und dem Verein SportRegion Heilbronn-Franken unter Vorsitz von Alfred Zwickl ausgeführt haben. Hier konnten sich Schülerinnen und Schüler aus den Landkreisschulen im Teamwettbewerb messen. Eine volle Halle „in rot“ (durch die gesponserten T-Shirts) war jedes Mal sehenswert und der Tag mit viel Spaß für alle Kinder verbunden.

 

Der Abteilung liegt die Jugendarbeit sehr am Herzen. Dies wurde 2015 durch die erneute Auszeichnung vom DOSB mit dem „Grünen Band“ wertgeschätzt. Die vielen Erfolge unserer Jugendlichen bestätigen dies ebenfalls, die auch auf eine hervorragende Trainer- arbeit und dem Zusammenspiel mit den Eltern basiert.

Nicht umsonst wurde unsere Mädchenmannschaft 2maliger Deutscher Mannschafts- meister, Mannschaft des Jahres der Stadt Neckarsulm und erstmals als Jugend-Mann- schaft von der Sporthilfe Unterland mit Platz 5 ausgezeichnet.

Im Ranking bei den Mannschaftsmeldungen der Jugend im Bezirk Heilbronn sind wir nach wie vor an erster Stelle.

 

Nach 2014 hat sich die Zahl der Mannschaften im Aktivenbereich nach und nach verringert, was auch der gesellschaftlichen Tendenz zuzuschreiben ist. Nichts desto trotz war die Saison 2017/18 ein Jahr der Superlative im Mannschaftsspielbetrieb. Mit 8 Meisterschaften bei den Aktiven (u. a. gleichzeitiger Aufstieg der 1. Damen und Herren in die 2. Bundesliga) und einer Meisterschaft der 1. Mädchen waren wir der TOP-Verein im TTVWH und in dieser Breite einmalig in ganz Deutschland. Im Einzelsport wartete Wenna Tu bei den Europameisterschaften in Portugal mit einer Silbermedaille im Einzel auf und das Doppel Julian Mohr/Jens Schabacker belegt bei den Deutschen Aktivenmeisterschaf- ten Platz 3.

 

In das Jahr 2017 fiel mit den Deutschen Seniorenmeisterschaften für unsere Abteilung zum ersten Mal die Ausrichtung einer Veranstaltung in dieser Größenordnung. Um die sportlichen Hallenvoraussetzungen zu erfüllen, musste dabei auch erstmals die Neckarsulmer Stadtgrenze verlassen und ins benachbarte Neuenstadt a. Kocher ausgewichen werden. Eine tolle Veranstaltung mit über 500 motivierten Senioren der AK 40 – AK 80 aus allen Bundesländern, bei der sich unsere Lokalmatadoren Klaus Werz (3. Platz im Doppel AK 50), Alex Mohr (2. Platz Mixed AK 50) und Klaus Krüger (2. Platz Doppel AK 80) hervorragend in Szene setzten.

 

2018 gab es mit Julian Mohr/Jens Schabacker mit Platz 3 im Herrendoppel bei den Deutschen Aktivenmeisterschaften hier nach langer Zeit wieder einen Podestplatz für Neckarsulmer Spieler und 2019 werden unsere Schülerinnen zum zweiten Mal Deutscher Mannschaftsmeister.

 

Das Jahr 2020 sollte ganz im Zeichen unseres 90jährigen Abteilungsbestehens stehen. Mit monatlichen Aktionen und Veranstaltungen wollten wir dieses Jahr bestreiten und dem Jubiläum damit seinen Stempel aufdrücken. Das Jahr begann dabei auch noch sehr hoffnungsvoll mit sportlichen Erfolgen im Aktiven-, Jugend- und Seniorenbereich sowie unserem zweiten Firmenturnier der Vereinsgeschichte bis am 13. März 2020 der Spiel- und Trainingsbetrieb durch die von der Bundesregierung ausgerufene Corona-Pandemie ausgesetzt wurde und der DTTB sowie der TTBW am 2. April den kompletten Saisonab- bruch beschließt. Das Corona-Virus wirbelte die Welt durcheinander und brachte uns in eine so noch nie dagewesene Situation. Es bedeutete: Keine weiteren Mannschaftsspiele, keine Ranglisten, keine Mannschaftsmeisterschaften, keine Pokalspiele und vor allen Dingen, keine Normalität mehr.  

 

Nach vielen Wochen der Unsicherheit ob des möglichen Starts der Saison 2020/21 und dem endlosen Verwaltungsaufwand in Form von Hygienekonzepten, Auflagen, Bewilligungen etc. konnte die Runde sowohl trainings- als auch wettkampfmäßig mit großem Aufwand an den jeweiligen Spieltagen beginnen. Und auch das Duschen war wieder erlaubt!

Dann am 23.10.2020 der Beschluss vom Bezirk und vom Verband, auf die Doppel in den Mannschaftswettkämpfen zu verzichten und schon kurze Zeit später, am 01.11. die Unterbrechung des Spiel- und Trainingsbetriebes aufgrund der gestiegenen Pandemie-Zahlen. Der DTTB beschließt zunächst eine „Einfachrunde“ in der Oberliga und wartet bei der 2. und 3. Liga noch ab. Der Spielbetrieb wird zunächst bis Ende Februar eingestellt. Aber bereits mit Datum 15.02. wird die Annullierung der kompletten Saison bekanntge- geben. Eine bange Zeit begann, in der keiner wusste, wie und wann es weitergeht und wie die Saison gewertet wird. Bis zum Abbruch haben unsere 11 Aktivenmannschaften insgesamt 42 Begegnungen absolviert. Das entspricht einem Schnitt von lediglich 3,8 Wettkämpfen. Bei der Jugend waren es bei 9 Mannschaften insgesamt 24 Begegnungen mit einem Schnitt von lediglich 2,6 Wettkämpfen. Eine traurige Bilanz. 

 

Eine positive Nachricht gab es im März 2021 für unseren Spitzenspieler Florian Bluhm, der zum Unterländer Sportler des Jahres gewählt wurde. Eine Auszeichnung, die er sich durch seine herausragenden sportlichen Erfolge verdient hat. Er ist der erste Tischtennis-spieler der Region, dem diese Titelehre zuteil wurde.

 

Das Training kann im Juni 2021 wieder aufgenommen werden und macht erneut Hoffnung auf einen Saisonstart im September. Dieser steht dann auch im Zeichen eines neuen Logos der Neckarsulmer Sport-Union. Die Entscheidung wurde vom Hauptverein aufgrund der „Gleichsetzung“ der NSU-Abkürzung mit dessen negativem Hintergrund getroffen und soll bei der Außenpräsenz nunmehr verwendet werden.

 

Und die Geschichte unserer Abteilung setzt sich mit der Saison 2021/22 fort.